Ziel der gemeinsamen Aktion war es, über die Gefahren von K.O.-Tropfen (Knockout-Tropfen) aufzuklären, für das Thema zu sensibilisieren und konkrete Präventionsangebote vor Ort zu schaffen.
Insgesamt wurden 13 Betriebe des Nachtlebens aufgesucht. Alle Inhaberinnen, Inhaber und Mitarbeitenden zeigten sich offen für den Austausch und nahmen Informationsmaterial zur Auslage entgegen. In 9 von 11 geöffneten Betriebe mit laufendem Gästebetrieb konnten zusätzlich direkte Gespräche mit Feiernden geführt werden. Dabei wurden über 200 Bierdeckel sowie mehr als 200 sogenannte Bottle-Caps verteilt – ergänzend zu weiterem Material, das den Betrieben zur Verfügung gestellt wurde.
Die Reaktionen der Gäste waren vielfältig: Während einige zunächst die Relevanz des Themas für Hildesheim hinterfragten, konnte in persönlichen Gesprächen der Ernst der Problematik verdeutlicht werden. Gleichzeitig berichteten zahlreiche Menschen von eigenen Erfahrungen oder von Betroffenen im Freundes- und Bekanntenkreis. Viele unterstützten die Kampagne ausdrücklich und nahmen das Informationsmaterial dankbar an, um sich selbst zu schützen oder andere darauf aufmerksam zu machen.
Die Präsenz der Polizei vor Ort hatte eine doppelte Wirkung: Sie erhöhte die Aufmerksamkeit für die Aktion und setzte zugleich ein klares Zeichen, dass Verdachtsfälle konsequent verfolgt werden. Die Polizei betonte, dass bei dem Verdacht auf K.O.-Tropfen umgehend die Behörden informiert werden sollten.
Ergänzend zur Aktion im Nachtleben wurde vom 9. bis 22. Februar Kampagnenmaterial in städtischen Jugendhäusern ausgelegt und auch an Einrichtungen im Landkreis verteilt. Viele Eltern zeigten sich dankbar für die Aufklärungsarbeit und nahmen Informationsmaterial mit, um junge Menschen frühzeitig zu sensibilisieren.
Die Kampagne wurde unter anderem durch den Präventionsrat der Stadt Hildesheim finanziert und kann insgesamt als Erfolg gewertet werden. Aus verschiedenen Bereichen wurde angeregt, die Aktion insbesondere in den Sommermonaten zu wiederholen, wenn das Nachtleben besonders intensiv ist.
Mit „Lass dich nicht K.O.-Tropfen“ setzen Stadt und Polizei ein klares Zeichen für mehr Aufmerksamkeit, gegenseitige Verantwortung und Sicherheit im öffentlichen Raum. Die Kampagne leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Prävention und stärkt das Bewusstsein für einen respektvollen und achtsamen Umgang miteinander.